Fichtennadeltee

Fichtentriebspitzen

junge Fichtenspitzen

Fichtentribspitzen zum aufguss

Fichtenspitzen zur Teezubereitung

Fichtennadletriebspitzenaufguss

Aufguss

Die angenehmen Frühlingstemperaturen
lassen manchmal noch auf sich warten.

Eine gute Gelegenheit jetzt, die
frischen, jungen Fichtenspitzen zu sammeln und sich einen wohlschmeckenden Tee zuzubereiten!
Damit schützt man sich vor einer Erkältung usw.

Das Hauptanwendungsgebiet der Fichte sind Erkrankungen der Atemwege, besonders wenn sie bakterieller Natur sind, mit festsitzendem Schleim.

Die jungen Triebspitzen und auch aus den ausgewachsenen Nadeln kann man einen Aufguss zubereiten und diesen dann als Tee trinken.

  • Die Fichtenspitzen mit kochendem Wasser übergießen
  • 10 Minuten ziehen lassen
  • abseihen, fertig!!

Dieser Tee hilft gegen Husten, Asthma  sogar gegen Lungenentzündung.

Auch bei einer Grippe kann man Fichtennadeltee trinken, um die unangenehmen Beschwerden zu lindern.
Diesem Tee kann man Honig oder Kandis hinzufügen, um ihn geschmacklich zu verbessern.

Der Fichtennadel-Tee hilft wegen seines hohen Vitamin-C-Gehalts gut gegen Frühjahrsmüdigkeit und andere Vitamin-C-Mangel-Erscheinungen.

Tun Sie sich was GUTES und bleiben Sie gesund!!

Traubeneiche – Baum des Jahres 2014

Eiche

Traubeneiche im Winter natürlich ohne Laub!

Traubeneiche (Quercus petraea)

  • zählt zur Gattung der Buchengewächse.
  • Die Eiche, „Deutscher Baum“, ist eine der langlebigsten, einheimischen Laubbaumarten.
    Es gibt biz zu  600 verschiedene Arten und sie kann bis zu 1.000 Jahre alt werden.
  • Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über gesamt Europa.
    Von Spanien bis Nordskandinavien und Nordosteuropa.
  • Die Traubeneiche kann auf günstigen Standorten Höhen bis zu 40 m erreichen.
  • Sie weißt eine
    Rinde

    Borke der Traubeneiche

    graubraune Rippenborke auf, die feingliedriger als die der Esche ist.

  • Die Blätter sind symmetrisch gelappt,  mit einem ca. 2 cm langem Stiel.
  • Die Eicheln, die Samen der Eiche, sitzen in Fruchtbechern die an sehr kurzen Stielen direkt am Zweig verwachsen sind.
  • Die Blüten sind unscheinbar, die männlichen Kätzchen werden bis 6 cm lang und hängen schlaff an den Triebspitzen.
  • Die Eiche
    Blätter

    Herbstlaub

    als Pfahlwurzler besticht mit hoher Wurzelenergie, das heißt sie kann auch strenge Tonböden durchdringen. Selbst ein saures Milieu und ausgedehnte Trockenperioden im Sommer übersteht sie ohne größere Probleme.
    Daher ist sie für viele Waldbesitzer und –bewirtschafter der Hoffnungsbaum im Zuge des Klimawandels.

Ihm vergangen Jahr erlangte die Spessarteiche durch eine Greenpeace-Aktion allgemeine, mediale Popularität.
Greenpeace prangerte die Eichenwirtschaft an, die in ihren Augen naturfern sei und dadurch die Buche aus ihrem Verbreitungsgebiet verdränge!

Die Forstleute sind diesbezüglich anderer Meinung.
Sie sehen in dieser typischen Spessarteichenbewirtschaftung, d. h. der traditionellen Eichensaat und der mageren Erziehung, für einen feinen Jahrringbau, ein bewährtes, waldbauliches Verfahren.

  • Die Eiche ist eine Heilpflanze.
    Sie wirkt stark „zusammenziehend“ und wird bei Blutungen und Entzündungen eingesetzt.
    Ihr Hauptinhaltsstoff, die Gerbsäure hilft bei Pilzinfektionen, Ekzemen, Dekubitus.
    Aus der gemahlen und getrockneten Rinde ein Sud gekocht, wirkt entzündungshemmend bei Magen-Darmtraktinfektionen.
    Die Eiche findet man auch bei den Bachblüten (Oak)

In Deutschland haben sich 2 Eichenarten forstwirtschaftlich durchgesetzt.
Nämlich die Trauben- und die Stieleiche (1989 Baum des Jahres).
Die Traubeneiche bevorzugt die eher trockeneren Standorte,
die Stieleiche mag es zusätzlich etwas kühler.

Verwendung:
Die Traubeneiche zählt wie alle Eichenarten zu den sog. Kernhölzern.
Ähnlich wie Lärche und Douglasie.
Diese zeichnen sich durch besondere Widerstandsfähigkeit gegenüber Witterungseinflüssen oder holzabbauenden Mikroorganismen aus.

Im Fachwerkbau war Eiche der Baustoff.

Das sauer-würzig duftende Holz ist vor allem in Frankreich, als Fassholz für Eichenweinfässer (Barrique) äußerst beliebt.
Aus Stämmen besonders guter Qualität werden Furniere geschnitten/geschält, Eichenmassivholzmöbel gelten im Moment wieder als besonders edel und liegen voll im Trend.
Astigere Wuchsformen werden in der als Parkettholzindustrie nachgefragt.

Mythologie und Brauchtum:
Um kaum eine andere Baumart ranken sich so viele Märchen, wie um die Eiche.
Vielerorts prägt sie die Landschaft als „Bizzarform“ mit ausladender Krone und wirkt oftmals sehr geheimnisvoll.
Die Eiche steht für Kraft und Stärke und Standfestigkeit.
Das Eichenblatt gilt als Zeichen für Beständigkeit.
Darum ist es oft auf Münzen, Wappen und Urkunden zu finden.

 Ein Tipp zum Sprichwort bei Gewitter:

„Vor der Eiche sollst du weichen, die Buche sollst du suchen!“

Das sollten Sie im Ernstfall lieber sorgfältig überdenken.
Warum Eichen im Durchschnitt häufiger vom Blitz getroffen werden als Buchen, liegt daran, dass der Blitz an der glatten Buchenrinde herabläuft, genau dort hin, wo die schutzsuchende Person stehen könnte…..????

Was aber nicht heißt, dass Blitze in Buchen nicht einschlagen!!!

Das Kuratorium Baum des Jahres, ehrt seit 26 Jahren in Berlin,
den „Baum des Jahres“.

Ursprung:
Die Idee, jährlich einen Baum des Jahres zu küren, entstand im 19. Jhd in Nordamerika.
Der Journalist Julius Sterling Morton forderte in einer Resolution die Regierung von Nebraska, eine sehr baumarme  Region,  zur Ausrufung auf.
Zum Ersten mal fand die Ehrung am 10.4.1872 statt.
Übrigens, der 25. April ist der Tag des Baumes!

 

Eine Huldigung ans Holz!

Kirschbaum-Wurzelholz

       Wurzelholz

In den vorangegangenen Blogs habe ich mich ausführlich mit dem Thema Holz beschäftigt.

Abschließend möchte ich die genialen Eigenschaften dieses Rohstoffs zusammenfassen.

Holz ist für mich
ein wunderbares Material,
eine Emotion,
fast schon ein Lebensgefühl!
Kein anderes Material vereint so viele positive Eigenschaften in sich wie Holz!

  • Holz ist vielseitig
    Vom Holzlöffel bis zum mehrgeschossigen Wohnbau.
  • Holz baut Häuser
    Ich habe eins – herrlich.
  • Holz bleibt Holz
    Es produziert keine Abfälle.
  • Holz baut schnell
    Ein Haus kann in einer Woche errichtet werden.
  • Holz trägt Lasten
    Brücken aus Holz sind leicht, erreichen große Spannweiten und sind etwas fürs Auge und Natur.
  • Holz spannt weit
    Mit Leimbindern können über 150 Meter überspannt werden.
  • Holz macht aus alt neu
    Sanieren mit Holz, auf dem neuesten Stand der Technik spart Ihr Geld.
  • Holz setzt eins oben drauf
    Für die Möglichkeit der Aufstockung  eignet sich Holz optimal.
  • Ältester Baustoff Holz, neu entdeckt
    Holz hat Tradition.
  • Holz macht gesellig
    In Zirbenstuben ist man nachweislich lustiger und redseliger.
  • Wald schafft Holz
    Der Wald produziert diesen „perfekten“ Rohstoff.
  • Holz schafft Arbeit
    In Bayern verdienen über 200.000 Menschen mit Holz das Einkommen für ihre Familien.
  • Holz ist gesund
    Häuser aus Holz haben ein gutes Raumklima.
  • Holz hält warm
    Holz hat ausgezeichnete Dämmeigenschaften.
  • Holz bleibt hier
    Holz ist ein Baustoff der kurzen Wege.
  • Bauen mit Holz = Aktiver Klimaschutz
    Mit Holzbau unterstützen wir unsere Natur.
  • Der zweite „Wald“ in der Kommune
    Holzbau in regionalen Kreisläufen.
  • Holz schont das Herz und Kreislaufsystem
    Schlafen in Betten aus Zirbenholz senkt den Herzschlag um ca. 10 Schläge/Min.
  • Holz spart Energie / Holz hat eine positive Energiebilanz
    Holz ist ein nachhaltiges Kreislaufprodukt.
  • Holz ist gut für Babies
    Es gibt nachweislich keinen Fall des „Plötzlichen Kindstods“ bei Kindern, die in einem Bettchen/Wiege aus Zirbenholz geschlafen haben.

Quelle: http://www.proholz-bayern.de/holz-zum-leben.html

Hier ist ein Werkstoff, der natürlichste von allen,
dessen Anblick, dessen Geruch, dessen Dasein erfüllt ist von den Kräften des Werdens und Wachsens.
Noch in dem letzten rauhen Brett wissen wir die Kraft des Waldes,
genährt von den Säften der Erde und erfüllt von der Sonne des Himmels.
Die Spuren der Jahre und Gezeiten trägt dieser Werkstoff in feinen Linien und Zeichnungen an sich,
und indem er uns schützend und wärmend umgibt,
legt er ständig Zeugnis ab von der verschwenderischen Güte der Schöpfung.

H. Grohmann

Haben Sie zu meinen Ausführungen noch Fragen – schreiben Sie mir!!

 

Laubholz für den Zimmerer?

Laubholz

Nussbaum, Laubholz

Stamm eines Walnussbaums

spielt für unsere Arbeit in der Zimmerei, kaum eine Rolle.

Nur sehr selten haben wir mit diesen Holzarten zu tun.
Doch es kommt vor, wie Sie schon in unserem letzten Blog Eine Nussbaum-Stützen-Bildergeschichte“ schon erfahren konnten.

Laubhölzer sind kurzfaserige Holzarten, die den statischen Anforderungen, die wir ans Holz stellen  nicht genügen.
Wegen seiner charakteristischen Eigenschaften (z.B. Quell- und Schwindverhalten)
und natürlich auch der begrenzten Baumabmessung ist eine Verarbeitung nur bis zu bestimmten Dimensionen möglich.

Es gibt und gab aber Bereiche im Holzbau, wo Laubholz immer schon verwendet wurde.

Die Verwendung von Laubholz als Bauholz dort hat eine lange, etwas in Vergessenheit geratene Tradition.

Wer aufmerksamen unterwegs ist, wird so wie ich überrascht sein, über so manches, kaum mehr wahr genommenes Einsatzgebiet.

Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über alte, aktuelle,
zukünftige, aber auch weitere denkbare Einsatzgebiete von Laubvollholz.

Reines Laubvollholz ist daher beinahe nur noch in älteren Gebäuden
zu finden, war jedoch aufgrund seiner guten, mechanischen Eigenschaften ein bevorzugtes Material.
Für Fachwerke und Deckenbalken wurde vor allem Eichenholz genutzt.
Dafür war das Laubholz sogar Holzlieferant Nr. 1.

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photo credit: roger4336 via photopin cc

Häuser dieser Bauart stehen meist heute unter Denkmalschutz.
Diese  kostbaren Zeitzeugen werden aufwendig restauriert.
Soweit es geht, wird immer versucht die Bausubstanz zu erhalten.
Manchmal müssen einzelne Balken ersetzt werden.
Spezielle Hobelmaschinen geben dem Holz ein, der damaligen Zeit entsprechendes und gebrauchtes Aussehen.

Aus Gebäuden, die abgebrochen werden müssen, weil sie sich in so schlechtem Zustand befinden, werden die Balken vorsichtig demontiert und für viel Geld zum Kauf angeboten.

Ein Beispiel hierfür ist das Historisches Vierständer-Eichen-Fachwerkhaus von 1887 in Niedersachsen.

Ein moderner Bau ist das Ferienheim Büttenhardt mit Tragbalken aus Eiche.
Das gesamte Tragwerk des Hauses besteht aus Eiche, mit Kiefer/Föhre wurde es ausgefacht. Der Innenausbau ist in Buche.

 

Laubholz Baumstamm Eiche

Eiche

Ein weiter beeindruckender Bau als Beispiel für die Verwendung von Laubholz ist der   Fußgänger-Holzsteg zwischen den Ortschaften Rapperswil und Hurden über den Zürichsee.
Er ist 841m lang.
Es handelt sich dabei um die längste Holzbrücke der Schweiz, bei der mit Ausnahme einiger Verbindungsmittel  ausschließlich Holz verwendet wurde.
415m³ unbehandeltes Eichenholz wurden hier verbaut.
Davon 233 Pfähle in den Längen von 7 bis    16 m und den Durchmessern von 36 bis         70 cm.
Der Brücke wird eine Lebensdauer von 50 bis 70 Jahren vorausgesagt.

Des weiteren verarbeitet man Laubholz zu Holzspielplatzgeräten. Sie fordern ein Material mit einer hohen Resistenz, um den Witterungseinflüssen Stand zu halten.
Ideal geeignet ist Robinienholz, das sich auch durch eine außerordentliche
Härte und Zähigkeit auszeichnet. Ebenso eignen sich Eiche und Edelkastanie.

Es können für diesen Zweck, nach Imprägnierung oder Modifizierung, auch weniger resistente Hölzer eingesetzt werden.
Auch die thermische Behandlung (dämpfen und trocknen) geeignet sich für den Holzschutz.
Wärmebehandeltes Buchen- und Eschenholz erwies sich als sehr dauerhaftes Holz und somit tauglich für Spielplatzgeräte.

Finden Sie in Haus oder Garten auch Laubholz das als Bauholz verwendet wurde?
Sollten Sie den Wunsch haben, dass Ihr Bauholz Laubholz ist??

Fragen Sie uns!!

 

 

Tanne

Die Weiß-Tanne (Abies alba)

Tanne

„Tännchen“

Tannenbaum

Tanne (Mitte)

• Sie zählt zur Gattung der Kieferngewächse.

• Die Tanne ist die häufigste natürliche Nadelbaumart in Mitteleuropa!

• Sie ist ein Baum der Mittelgebirgslagen. In Europa erstreckt sich ihr natürliches Verbreitungsgebiet von den Pyrenäen bis zum Balkan und im Osten bis zu den Karpaten und:
„Im Bergmischwald daheim“

• Die Tanne weist das typische Pfahlwurzelsystem auf. Selbst die Durchwurzelung schwerster Tonböden ist für diese Baumart kein Problem.

• Sie wächst als aufrechter, schlanker Baum, der Höhen bis zu 50 m erreicht.

• Ihre Borke ist grauer und glatter als die der Fichte und im Alter nimmt diese einen Braunton an.

• Die Krone ist etwas „buschiger“ aufgebaut.

• Ansonsten ist die Unterscheidung am stehenden Baum relativ schwierig.
Ein sicheres Unterscheidungszeichen ist das „Fähnchen“.
Reißt man eine Fichtennadel gegen die Wuchsrichtung vom Zweig, bleibt an der Nadel ein kleines „Fähnchen“ zurück.
Die Tannennadel löst sich exakt punktförmig vom Zweig.

Der Irrtum Tannenzapfen….

Tannenzapfen

Tannenzapfen
photo credit: lilli2de via photopin cc

Die Zapfen der Tanne stehen senkrecht auf den Zweigen, sind ca. 10 cm lang und verlieren im Herbst lediglich ihre Schuppen, die Spindeln (Mittelachsen) verbleiben auf den Zweigen.
Die Zapfen auf dem Boden, sind also keine Tannen- sondern Fichtenzapfen!!!!

• Ihre glänzenden mehrjährigen, tiefgrünen und Nadeln machen die Tanne zu DEM klassischen Nadelbaum.

• Die Tanne ist eine Heilpflanze.
Man verwendet ihre Knospen, die im Frühjahr gesammelt werden.
Auszüge daraus helfen bei Erkältungskrankheiten, Gelenks- und Sehnenscheidenbeschwerden, Zahnfleischbluten und Muskelrheuma. Die Wirkung ist durchblutungsfördernd, blutreinigend, schweiß- und harntreibend.

Der typische Weihnachtsbaum jedoch, ist seltener eine Weiß-Tanne als vielmehr die artverwandte Nordmann-Tanne.
Diese wird in großen Mengen in Skandinavien gezüchtet und zur Adventszeit nach Deutschland transportiert.
Dennoch ist ein Trend Richtung heimischer Tannen und Fichten, zu erkennen und vielleicht auch zu unterstützen. Sie sind zwar etwas nadelärmer, als die optisch perfekten Nordmann-Tannen, haben dafür aber eine unvergleichlich bessere Ökobilanz.

Die Tanne ist eine mäßig anspruchsvolle Art, die sich auf frischen Humusböden wohlfühlt und enorm schattenverträglich ist. Sie reagiert besonders empfindlich auf Frost, was den Anbau auf Freiflächen fast unmöglich macht.
Der Grund für ihr mittlerweile spärliches Vorkommen in unseren Wirtschaftswäldern war das Waldsterben, ausgelöst durch die CO2-Emissionen (besonders 1980 – 1990) und der starke Wildverbiss.
Ihr Anteil sank von 25 % (1934) auf heute knapp unter 1 %. [Schmidt 2004]

Die Verwendung der Tanne als Bauholz ist eher selten, was vor allem mit der mengenmäßigen Verfügbarkeit begründet werden kann.
Wenn man keine Tannen hat, kann man keine Tannen verkaufen.

Von den Holzeigenschaften sind sich Fichte und Tanne relativ ähnlich. Beide haben helles Holz mit hervorragenden Baueigenschaften. Wobei Tannenholz merklich harziger ist und dadurch intensiver duftet.
Dauerhaftigkeit im Außenbereich und Witterungsbeständigkeit erreicht sie, genau wie die Fichte durch künstliche Imprägnierung.

Die Tannen die heute verkaufsfähige Dimensionen erreicht haben, werden überwiegend als Samenbäume für die natürliche Verjüngung in der kommenden Generation erhalten.

Im ganzen, weiten Waldesraum
Die Krone ist der Tannenbaum,
Wächst auf wie schlanke Kerzen,
Ist grün im Mai und Märzen,
Sein Schatten dunkel, licht und kühl;
Und treibt der Wind sein kosend Spiel,
Webt’s heimlich durch den Wipfel.
(
Friedrich Wilhelm Grimme)

Wenn Sie mehr über dies Holz- und Baumart wissen möchten, schreiben Sie mir!

Douglasie

Douglasie (Pseudotsuga menziesii)

Die Douglasie (auch Douglastanne genannt)

Douglastanne

Douglasie

  • zählt zur Gattung der Kieferngewächse.
  • Die Douglasie entwickelt ein sehr dichtes Herzwurzelsystem mit dem sie den Boden intensiv durchwurzelt und dadurch enorm sturmwurfresistent wird.
  • Ihre Nadeln sind ca. 3,5 cm lang, duften intensiv nach Zitrone.
  • Für das Holz sind ein braun-roter, dauerhafter Kern und ein heller Splint, kennzeichnend.
  • Ihre sehr dicke Borke wird mit
    Douglastanne Rinde

    Borke

    zunehmendem Alter tief längs gefurcht und weist orangeIrote Rindeneinlagerungen auf.

  • Die Douglasie ist keine Heilpflanze, aber ein aus ihren Nadeln durch Wasserdampfdestillation, gewonnene Aromaöl wirkt erfrischend, vitalisierend und erwärmend.
  • Sie ist der Überflieger, was das Höhenwachstum betrifft. Die höchsten Bäume Deutschlands sind Douglasien! Einer davon steht in Freiburg und misst 63 m.
  • Die Umtriebszeit beträgt ca. 60 bis 80 Jahre.

Die Douglasie stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist dort von der Küste bis in die Kammlagen der Rockey Moutains verbreitet. In unseren Breitengraden haben sich zwei Unterarten etabliert, wobei die Innlandsform (Pseudotsuga meziesii var. glauca) weniger anfällig ist als die Küstendouglasie (Pseudotsuga meziesii var. menziesii).

Die Baumart wurde vor ca. 100 Jahre in der Forstwirtschaft eingeführt und ist mittlerweile zur wirtschaftlich wichtigsten Gastbaumart geworden, die mit 10 % Aufforstungsanteil beteiligt wird.
Die Douglasie ist frosthart und im Verglich zur Fichte weniger anfällig gegenüber Krankheiten, Schädlingen und Sturm.
Ihr Trumpf ist der beispiellose Zuwachs, den die Baumart jährlich vollbringt.
Sie erreicht Durchmesserzuwächse von 2,5 cm pro Jahr und einen Volumenzuwachs von 20 Fm/Jahr.

Probleme die mit der Schnellwüchsigkeit einhergehen sind die enormen Härteunterschiede, zwischen dem weichen Frühholz- und dem harten Spätholzanteil.
Je schneller der Baum wachsen kann, desto höher ist sein Frühholzanteil pro Jahrring. Diese Tatsache führt zu Spannungen während der Holztrocknung und zum späteren Reißen des Holzes.
Das hat Einschränkungen in Verwendung und Bearbeitung zur Folge.

Als Bauholz wird es gerne als Dielung, Täfelung und Sperrholz verwendet.
Wir verwenden das Holz der Douglasie für  Außenverschalungen und Zäune.
Ihr Holz ist dem der Lärche in Aussehen und Beständigkeit ähnlich.
Es ist günstiger, wobei die Verwendungsmöglichkeiten auf Grund der Schnellwüchsigkeit reduziert sind.

In der Forstwirtschaft gibt es den Spruch: “abrasiert und douglasiert“
Dieser entstand in der Zeit, als man das enorme Potential dieser Baumart erkannte und langsam an die Grenzen mit dem Fichtenanbau stieß.
Und es bedeutet so viel wie alter Bestand kahlschlagen und reiner Douglasienanbau. Aber die Zeit zeigte auch hier…. „Die Mischung machts!“

 

Was wissen Sie von der Douglasie??

Zu fällen einen schönen Baum
braucht’s eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenk es ein Jahrhundert.

Eugen Roth

 

Holzwerkstoffe: Teil 2

Link

  • OSB Oriented Strand Board

OSB-Platten sind Mehrschichtplatten, die aus langen, schlanken Spänen (strands) mit

Oriented Strand Board

OSB-Platte

vorbestimmter Form und Dicke hergestellt werden.
In den Deckschichten werden die Strands generell in Längsrichtung der Platte ausgerichtet = „orientiert“, während sie in den Mittellagen kreuzweise angeordnet sind. Obwohl OSB-Platten aus relativ großen Holzspänen bestehen, ist die Oberfläche verhältnismäßig glatt, was durch Schleifen noch verbessert werden kann.
Zur Herstellung von OSB-Platten wird frisches Waldholz, sowohl Nadel- (Fichte, Kiefer) als auch Laubholz verwendet.
Auf Grund der guten mechanischen Eigenschaften sind OSB-Platten besonders geeignet für tragende Konstruktionen. Die typischen Anwendungsgebiete sind besonders strapazierfähige Fußböden, aussteifende Wand- und Deckenbeplankungen, im Holzbau.
Verschiedene Produktqualitäten stehen für unterschiedliche Einsatzbereiche zur Verfügung.*

  • Holzfaserplatten

Holzfaserplatten werden aus Holz, Resthölzern oder Sägenebenprodukten aber auch aus

Holzfaserdämmplatte

Holzfaserplatten

holzfaserhaltigen anderen Pflanzen, wie z.B. Raps oder Flachs hergestellt.
Der Zusammenhalt der einzelnen Fasern im Nassverfahren beruht hauptsächlich auf der Verfilzung und den daraus resultierenden holzeigenen Bindekräften.
Faserplatten nach dem Trockenverfahren werden durch Verklebung von Holzfasern mit Kunstharzklebstoffen hergestellt.

Ein typisches Herstellverfahren besteht darin, dass das Holz zu Hackschnitzeln zerkleinert wird, welche anschließend thermisch erweicht und mechanisch zu Holzfasern aufgelöst werden. Die Fasern werden mit einem Kunstharzkleber vermischt, getrocknet und vor dem Pressen zu einer Matte geformt. Diese Matte wird zwischen beheizten und polierten Pressenplatten zu einer Platte der gewünschten Dicke verpresst.
Je nach Dichte werden vor allem mitteldichte (MDF), daneben auch hochverdichtete (HDF), leichte (LDF) und ultraleichte (ULDF) Platten unterschieden.*

Die Faserplatte verfügt über eine hohe Querzug- und Biegefestigkeit bei beidseitig glatten Oberflächen.
LDF- und ULDF-Platten werden überwiegend in Form von Rohplatten als Dämmstoffe im Innen- und Dachausbau eingesetzt.
MDF-Platten, die meist beschichtet sind kommen vor allem in der Möbelindustrie zum Einsatz.
Die besonders stabilen HDF-Platten finden hauptsächlich Verwendung als Trägermaterial, z. B. als Unterbau von Fußböden.

  • Holz-Polymer-Werkstoff

Holz-Polymer-Werkstoffe (WPC) sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe aus unterschiedlichen Anteilen von Holz (bis 80%), Kunststoffen (meist Polyethylen oder Polypropylen) und Additiven. Der Holzfaserwerkstoff lässt sich extrudieren oder im Spritzguss zu vielerlei Produkten verarbeiten. Da das Produkt sehr wetterfest ist, werden hieraus z. B. Terrassendielen produziert.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=xPJTRA_Pi20

Sicher finden Sie in ihrem Haus in ihrer Wohnung eine Vielzahl an Holzwerkstoffen.
Was halten Sie von Holz in dieser Form??

*Quelle: Verband Deutscher Holzwerkstoffindustrie e.V.-2013
URL:“http://www.vhi.de/VHI-Info.cfm“;
gesehen am 29.08.2013

Holzwerkstoffe: Teil 1

Holzwerkstoffe

Holzspäne,

Hobelspäne

werden aus Schnittholz, Furnieren, Holzspänen/Holzstreifen oder Holzfasern verschiedener Holzarten hergestellt.
Unter Hinzufügung natürlicher und/oder synthetischer Bindemittel sowie ggf. weiterer Additive.
Dabei entstehen homogene Produkte mit technisch optimierten Eigenschaften, die im Baubereich und zur Produktion von Möbeln eingesetzt werden.
Ziel der Herstellung von Holzwerkstoffen ist die Reduktion der Nachteile von natürlich gewachsenem Holz, wie  das Quellen und Schwinden. Darüber hinaus werden die allgemein positiven Holzeigenschaften erhalten und verbessert.*

Für Holzwerkstoffe können neben Waldholz auch Industrierest- und Altholz eingesetzt werden. Diese Rohstoffvielfalt ermöglicht eine fast abfallfreie Holzverwertung.

Arten von Holzwerkstoffen:

  • Vollholzwerkstoffe und Furnierwerkstoffe
Drei-Schicht-Platte

Brettsperrholz

Als Werkstoffe auf Vollholzbasis werden alle Holzwerkstoffe bezeichnet, die aus Massivholzelementen bestehen, wie z. B. Stäbchen oder Bretter.
Furnierwerkstoffe sind dagegen aus dünnen Schälfurnieren.
Der Unterschied dieser beiden Gruppen besteht lediglich in der Stärke der verleimten Holzelemente.
Beides ist sowohl als Sperrholz (jeweils um 90° zu den Holzfasern gedreht und verleimt), sowie als Schichtholz (parallel-liegend und verleimt) zu haben.
Holzwerkstoffe auf Vollholzbasis sind: z. B. Brettsperrholz, Stabsperrholz, Furniersperrholz, Furnierschichtholz oder Multiplex-Platten
Diese Werkstoffe werden normalerweise unbeschichtet hergestellt.
In beschichteter Form z.B. mit Melaminharz kennt man sie unter Resopal.

Spanplatte (2)

Spanplatte

  • Spanplatte

Die technologische Entwicklung der Spanplatte reicht zurück bis zu den Anfängen des letzten Jahrhunderts.
Anfang der 40er Jahre kam es zur ersten industriellen Fertigung in Deutschland. Ihren Siegeszug hat die Spanplatte ab den 50er Jahren mit der Entwicklung einer dimensionsstabilen und vergleichsweise kostengünstigen Platte erreicht.
Die bedeutensten Holzwerkstoffe weltweit sind Holzspanwerkstoffe.
Hierfür gibt es ein große Zahl an Klassifizierungsmerkmalen, die Oberfläche, Form, Größe, Herstellung, Aufbau und Zweck definieren.*

Bei der Spanplattenherstellung werden unterschiedlich große Späne verleimt und zu hochwertigen, plattenförmigen Werkstoffen verpresst. Spanplatten sind heute formaldehydfrei. Wir achten sie dabei auf Qualität und verwenden Produkte aus kontrollierter Produktion z. B. die der Firma Egger.
Neben Sägenebenprodukten und Waldresthölzern kommt zunehmend Gebrauchtholz für die Herstellung von Spanplatten zum Einsatz.*

Überwiegend werden Spanplatten als Flachpressplatten in Form von Mehrschichtplatten hergestellt. In geringem Umfang auch Spanpressplatten für Bauelemente. Grobspanplatten sind als OSB-Platte bekannt.
Spanplatten haben zumeist drei bis fünf Schichten, wobei die äußerste Schicht (Deckschicht) aus optischen Gründen fast immer aus relativ feinem Spanmaterial besteht.
Spanplatten eignen sich auf Grund ihrer hohen Formstabilität sehr gut zum Möbelbau.
Sie sind roh oder mit unterschiedlichen Kunststoffdekoren (Melamin, Laminat) und Echtholz-Furnieren beschichtet erhältlich.*

Sie werden sich wundern, wo finden Sie in hrem Haus oder Wohnung überall Sperrholz und Spanplatten finden?
Haben Sie noch Fragen dazu?

Nächste Woche stelle ich ihnen die OSB- Platte, die Holzfaserplatte und Holz-Polymer-Werkstoffe vor.

*Quelle: Verband Deutscher Holzwerkstoffindustrie e.V.-2013
URL:“http://www.vhi.de/VHI-Info.cfm“;
gesehen am 29.08.2013

 

Lärche

Die Lärche (Larix decidua) – Schönholz – Baum des Jahres 2012

  • Sie zählt zur Gattung der Kieferngewächse und ihr Härtegrad bildet den Übergang zwischen Weich- und Hartholz.
  • Eine sehr harzhaltige Holzart.
  • Die Lärche ist ein Herzwurzler, der auf unseren Böden wesentliche weniger windwurfgefährdet ist, als die Fichte.
  • Lärchenzweig

    Nadeln und Zäpfchen

    Ihre Nadeln wachsen büschelweise, sind ca. 2 cm lang,und fallen im Herbst ab.

  • Von April bis Mai hat sie rote, duftende Blüten, aus denen sich dann im Herbst die Zäpfchen entwickeln.
  •  Ihre Borke ist tief gefurcht und löst sich in Schuppen ab, die auf der Rückseite rot gefärbt sind.
  • Die Lärche ist eine vielfältige Heilpflanze. Auszüge aus ihrem Harz, Nadeln und jungen Sprossen helfen bei Hautleiden, Beschwerden des Verdauungssystems sowie bei Blasen- und Nierenleiden (erwärmend, erweichend, harntreibend).
  • Man findet sie auch bei den Bachblüten (Larch).
  • Sie kommt bei uns überwiegend als heimische Europäische Lärche vor.
  • Kennzeichnend für das Lärchenholz ist der große, rötliche Kern der vom Zentrum des Stammes, jährlich mit dem Jahrringwachstum zunimmt.
  • Unter guten Wuchsbedingung können die Bäume bis zu 50 m hoch werden.
  •  Lärchen erreichen bei optimaler Bewirtschaftung Ihre Umtriebszeit (Zeit bis zur Ernte) mit 130-150 Jahren.
Kieferngewächs, Larix

Lärchen

Die anspruchslose, enorm frostharte aber lichtbedürftige Europäische Lärche stammt ursprünglich aus den Alpen. Sie ist bis an die Baumgrenze (zw. 1.600 – 1.900 m, in den westlichen Alpen bis 2.400 m) verbreitet, lebens- und wachstumsfähig.
Das besondere dieser Baumart ist das jährliche Verfärben und Abwerfen des aktuellen Nadeljahrgangs, das einzigartig unter den Nadelbäumen ist.
Die Lärche ist bei uns ein bekannter sowie beliebter Park- und Gartenbaum.

In der Holz- und Bauindustrie ist die Lärche auf Grund ihrer besonderen Holzeigenschaften und optischen Vorzügen, eine geschätzte Wirtschaftsart geworden.

Der Spruch „Harte Schale – weicher Kern“ gilt übertragen auf die Lärche, genau anders herum.
Der Kern, das sind eigentlich verschlossene und abgestorbene Holzzellen, macht das Holz besonders hart und widerstandsfähig gegenüber Wetter und Umweltweinflüssen, sowie dem Befall von holzzersetzenden Pilzen und Bakterien. Die Einlagerung von Gerbstoffen und Harzen sind die Ursache für diese Resistenzen.
Der lebendige äußere Holzanteil wird als Splintholz bezeichnet und besitzt keine witterungsbeständigen Eigenschaften.
Die Beständigkeit gegenüber widrigen Umwelteinflüssen machen die Lärche zu einer attraktiven Bauholzart für Holzverkleidungen von Häusern, Fensterrahmen, Schwellen, Treppen oder  besonders beliebt für Sitzbänke von Oldtimer-Traktoren ;). Die intensive Rotfärbung ist verantwortlich für die Beliebtheit des Holzes unter Schreinern und Möbelbauern. Das Lärchenholz kommt überall dort zum Einsatz, wo Holz ohne die schützende Rinde, als Baustoff dienen muss. Durch chemische oder chemisch-mechanische Holzimprägnierung können ähnliche Eigenschaften auch bei anderen kernlosen Baumarten erzielt werden.

Die Lärche schafft dieses Meisterwerk jedoch ganz natürlich!

Zusätzliche Behandlung wie die Kesseldruck-Imprägnierung verlängern lediglich ihre Beständigkeit.

Ganz anders als die Nadelschwestern
sind Lärchen winters pudelnackt.
Es mögen Tanne, Fichten lästern,
die Lärche folgt dem Jahrestakt!
(Ingo Baumgartner)

Unterscheidung Vollholz, KVH und BSH

 

Massivholz

Vollholzbalken

Als Massiv– oder Vollholz bezeichnet man Holzerzeugnisse, die aus einem Baumstamm gearbeitet sind. Das natürliche Gefüge des Holzes wurde weder mechanisch, noch chemisch-mechanisch verändert.

 

 

Konstruktionsvollholz (KVH) ist eine hochwertigere Qualitätsklasse, daher müssen strengere Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Es kennzeichnet veredelte Bauschnitthölzer.
KVH ist eine geschützte Produktbezeichnung.

Nadelvollholz-Kanthölzer der Holzarten Fichte, Lärche, Kiefer, Tanne und Douglasie werden industriell zu KVH verarbeitet.
Der Einschnitt erfolgt herzgetrennt, was der Bildung von Schwundrissen vorbeugt.

 

Konstruktionsvollholz

Keilzinkung beim Konstruktionsvollholz (KVH)

KVH ist ein keilgezinktes (eine Methode Längsverbindungen herzustellen) Vollholzprodukt aus Nadelholz. Durch diese spezielle Zinkung lassen sich fast alle beliebigen Längen herstellen, wobei die Keilzinkungen bestimmten DIN-Normen entsprechen müssen.
Die Steifigkeits- Festigkeits- und Rohdichtekennwerte für Vollholz gelten auch für KVH, die wiederum in entsprechenden DIN-Normen angegeben sind.

Angeboten wird KVH-Si für den sichtbaren Bereich und KVH–NSi für den nicht sichtbaren Bereich.
Die optischen Qualitätsanforderungen der Oberflächenbeschaffenheit sind beim KVH-Si besonders hoch. KVH-Si wird gehobelt und gefast geliefert.
KVH-NSi ist nicht ganz so fein gehobelt und kann kleine Fehler haben.
Die Holzfeuchte ist genau definiert und liegt im Bereich von 15 %, +/-3 %.
Je nach Dimension und Querschnitt wird das KVH in verschiedene Produktklassen unterteilt.

KVH hat gegenüber dem klassischen Bauschnittholz klare Vorteile, was Maßhaltigkeit, Trockenheit und kurzfristige Verfügbarkeit großer Längen angeht.

 

Leimholz

Brettschichtholz (BSH)

Für Brettschichtholz (BSH) es wurde früher Leimholz genannt,  werden mindestens drei Brettlagen, in gleicher Faserrichtung verleimt.
Technisch getrocknete und gehobelte Bretter werden mittels Keilzinkungen zu Lamellen verbunden. Diese Brettlamellen werden dann zu Kanthölzern in verschiedenen Dimensionen verleimt und anschließend gehobelt.
Die Klebstoffe entsprechen bestimmten Normen und sind heute alle formaldehydfrei.
Melaminharze und Phenol-Resorcinharze enthalten Formaldehyd .Wegen des geringen Fugenanteils liegen die Grenzwerte deutlich unterhalb der Formaldehydrichtlinie.
BSH wird immer nur aus einer Holzart hergestellt, wie Lärche, Fichte, Tanne oder Douglasie.
Andere Nadelholzarten werden nicht verwendet.
Laubholzarten sind aufgrund ihrer Holzeigenschaften in den meisten europäischen Staaten, als Bauholz nicht zugelassen.
Die Holzindustrie arbeitet intensiv an der Entwicklung spezieller Verleimungen für Buchen- und Eichenholz, um gleichwertige Eigenschaften wie beim Nadelholz erreichen zu können.

BSH wird von Fehlstellen befreiten und aus vorsortierten Hölzern gefertigt. Dadurch ist Formstabilität gewährleistet und Schwierigkeiten bei der Kerntrocknung größerer Querschnitte kann umgangen werden. Dieses Herstellungsverfahren lässt Tragfähigkeiten erreichen, die mit Vollholz gleicher Dimension niemals möglich wären.

Holz ist ein einsilbiges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine Welt der Märchen und Wunder.
Theodor Heuß